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HERZLICH WILLKOMMEN

DANKBARBEIT

 

(tsh) Erst beim zweiten Durchlesen der Predigt
sehe ich den Schreibfehler:
Dankarbeit anstatt Dankbarkeit.
Zuerst muss ich schmunzeln.
Es könnte ein freudscher Versprecher sein,
geht es mir dann durch den Kopf.
Ist danken nicht auch Arbeit? sinne ich nach.
Man muss sich beim Danken auf jeden Fall bemühen.
Wir lehren unsere Kinder, sich zu bedanken,
wenn sie etwas bekommen.
Diese permanente Erziehungsaufgabe dauert Jahre
mit – zugegeben - mässigem sicht- oder hörbarem Erfolg.
Wir schreiben Dankeskarten für Geschenke,
bedanken uns nach einer Essenseinladung
telefonisch bei unseren Gastgeberinnen und Gastgebern.
Wir verschenken Schokolade, Wein und Blumen,
um unseren Dank zum Ausdruck zu bringen.
All das und noch viel mehr ist Ausdruck unserer Höflichkeit und
Freundlichkeit, und ja, manchmal ist diese Art des Dankens
durchaus anstrengend.

Trotzdem legt uns die leise-weise Stimme ans Herz:
„Sagt Gott danke für alles.“
Nach Epheser 5,20a

Danken schützt vor Wanken, sagt ein Sprichwort.
Es hilft uns, Dinge, Umstände und unsere Mitmenschen nicht
selbstverständlich werden zu lassen, sondern immer wieder
wertzuschätzen und uns selber glücklich zu schätzen für alles,
was wir haben und sind.
Danken trägt dazu bei, dass Situationen, Erfolge und Misserfolge
ins rechte Licht rücken.
Wir gehören zu den ganz wenigen Prozenten der Weltbevölkerung,
die ein sehr privilegiertes Leben führen dürfen. Deswegen
und trotzdem eine Haltung der „Dankbarkeit für alles“ einzu-
üben scheint zentral zu sein, wenn uns das, was wir haben und
sind nicht zu Kopfe steigen und uns überheblich werden lassen soll.

 

Und ja, es ist so: Der Weg zu echter Dankbarkeit geht nicht selten
über Dankarbeit!

Wir wünschen Ihnen und uns von Herzen viel Freude mit und beim Danken.

 

 

Ihr Pfarrehepaar Tabea Stalder & Luc Hintze