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HERZLICH WILLKOMMEN

NEUSCHNEE

 

(tsh) Im Neuschnee spazieren, 
einen Engel in das pulverige Weiss schlagen, 
mit unbändiger Freude, wie sie nur Kinder haben, 
lustvoll eine einzige Fussspur mitten 
in die unberührte Winterlandschaft legen - 
solches Erleben ist selten geworden. 
Vielleicht, weil die Kindheit schon weit hinter uns liegt, 
weil in unserer Region kaum noch Schnee fällt, 
oder vielleicht sogar, weil wir bequemer geworden sind 
und lieber in die Fussstapfen anderer treten, 
als Neues zu wagen? 

Vor uns liegt – ob mit oder ohne Schnee – 
ein neues Jahr wie ein braches Feld, 
in das wir mit jedem Tag, jeder Tat und jedem Wort, 
aber auch mit unseren Unterlassungen 
Zeichen setzen und Spuren hinterlassen. 

Im Neuschnee sieht man unsere Schritte besonders deutlich, 
zu Beginn eines Tages, eines Jahres, eines Lebens ebenso. 

Die Geschichte zwischen Gott und Mensch 
ist reich angefüllt mit Neuanfängen und Chancen, 
Rückkehr und Neuorientierung. 
Sie berichtet von Menschen, 
die ihre Komfortzone verlassen, 
die lernen, auf eigenen Beinen zu stehen 
und selber Schritte zu wagen – 
im Leben und im Glauben. 

Und nein, diese Geschichte ist kein Schnee von gestern. 
Sie ist das pulverige Weiss, das uns so wohltuend erfrischt, 
die uns nicht auf ausgetretenen Strassen bleiben, 
sondern auf neuen Pfaden durchs Leben gehen lässt. 

Denken wir daran, 
wenn wir das nächste Mal Neuschnee riechen, 
Schneeflocken auf unserem Gesicht spüren, 
Spuren im Schnee erblicken oder selber welche legen. 

In dem Sinn wünschen wir für uns alle viel Neuschnee 
und immer wieder Gottes Segen auf unseren Wegen. 

Ihr Pfarrpaar Tabea Stalder & Luc Hintze 
Im Januar 2018